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Häufig gestellte Fragen
Allgemeines
Ein intelligentes Heizsystem verbindet Wärmeerzeugung, Stromproduktion und Verbrauch so, dass sie zusammenarbeiten und nicht gegeneinander. Konkret heißt das: Ihre Heizung weiß, wann das Dach Strom produziert, und nutzt ihn gezielt. Sie lässt sich per App steuern, lernt Ihren Alltag kennen und regelt sich teilweise selbst.
Wichtig: „Intelligent“ ist für uns kein Marketingwort, sondern technische Realität. Neben dem Heizungstausch von Gas oder Öl auf Wärmepumpe bieten wir Ihnen genau diese Gesamtanlagen an: das Viessmann HEMS aus Viessmann Photovoltaik, Viessmann Wärmepumpe und, wenn Sie wollen, einer Wallbox. Alles im System!
Ja, auf verschiedene Weise. Wir prüfen zunächst, ob Ihre aktuelle Anlage die PV-Signale für die Steuerung verarbeiten kann. Bei älteren Anlagen empfehlen wir oft eine gezielte Nachrüstung des Wechselrichters. Das ist günstiger als eine komplette Neuanschaffung.
Deutlich. Im Altbau sind die Rahmenbedingungen meist komplexer: unbekannte Rohrleitungswege, begrenzte Platzverhältnisse, denkmalgeschützte Fassaden oder ungewöhnliche Gebäudestrukturen und häufig höhere Heizlasten als in neueren Häusern. Die Anlagen sind deshalb größer und aufwendiger.
Genau hier liegt unsere Stärke: Wir haben Erfahrung mit solchen Situationen und wissen, welche Lösungen praktisch funktionieren, nicht nur theoretisch.
Finanzierung und Förderung
Die aktuellen Förderbedingungen (Stand 2026) sehen folgende Sätze vor:
• Grundförderung: 30 % der förderfähigen Kosten
• Klimageschwindigkeitsbonus: +16 %
• Einkommensbonus: 10–40 %, je nach Haushaltseinkommen
• Kinderbonus: zusätzliche Förderung für Familien
Insgesamt können bis zu 80 % Zuschuss möglich sein. Wichtig: Der Antrag MUSS vor Beginn der Maßnahmen gestellt werden. Wir übernehmen die gesamte Antragsabwicklung für Sie, inklusive aller notwendigen Unterlagen und technischen Nachweise.
Eine genaue Summe lässt sich ohne Vor-Ort-Prüfung nicht nennen. Entscheidend sind:
• Heizlast Ihres Gebäudes (wie viel Wärme wird benötigt?)
• Vorhandene Heizkörper-Reserven (können sie niedrige Vorlauftemperaturen nutzen?)
• Dämmstandard der Gebäudehülle
• Art der Wärmepumpe (Außenluft, Erdwärme, Wasser)
Als grobe Orientierung: Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (150 m²) liegen die Kosten meist zwischen 30.000 und 45.000 Euro brutto. Mit Förderung reduziert sich dieser Betrag erheblich. Lassen Sie sich unverbindlich beraten. Wir machen eine detaillierte Berechnung auf Basis Ihrer konkreten Situation.
Ja. Neben der BEG-Förderung gibt es die Steuerermäßigung nach § 35c EStG: 20 % der Kosten, verteilt auf drei Jahre, maximal 40.000 € pro Objekt.
Achtung: KfW-Förderung und Steuerbonus sind für dieselbe Maßnahme NICHT kombinierbar. Wir beraten Sie, welche Variante für Sie finanziell sinnvoller ist, abhängig von Einkommen, Steuerlast und Sanierungsumfang.
Die BEG-Förderung ist bis mindestens 2029 abgesichert. Allerdings besteht kein individueller Rechtsanspruch, die Mittel hängen vom verfügbaren Haushalt ab. Deshalb empfehlen wir, den Antrag so früh wie möglich zu stellen. Sobald wir mit Ihnen die technische Machbarkeit geprüft haben, leiten wir den Förderantrag direkt ein.
Technische Fragen
Oft ja, manchmal nicht. Wärmepumpen arbeiten effizient mit niedrigen Vorlauftemperaturen (35–55 °C). Wenn Ihre Heizkörper heute bereits bei 55–60 °C Vorlauf gut heizen, sind sie meist geeignet. Bei sehr alten Gebäuden mit hohen Vorlauftemperaturen (über 70 °C) kann eine Vergrößerung der Heizflächen notwendig werden.
Wir prüfen das im Rahmen der Heizlastberechnung. Sie gehört zur Vorplanung.
Grundsätzlich ja und immer! Seit der Änderung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) lohnt sich die Wärmepumpe in vielen Bestandsgebäuden bereits heute. Einschränkungen ergeben sich durch:
• Vorlauftemperaturen, die Ihr Gebäude aktuell braucht
• Dämmstandard von Dach, Wänden und Fenstern
• Größe der Heizflächen
In manchen Fällen ist eine gezielte Dämmung des Daches vorher sinnvoller, um die Wärmepumpe kleiner dimensionieren zu können. Wir sagen Ihnen ehrlich, was in Ihrem Fall ratsam ist, auch wenn das bedeutet, dass wir keine Empfehlung geben können.
Moderne Geräte sind deutlich leiser als früher. Seit 2026 gelten strengere Lärmgrenzwerte für die Förderung: Außengeräte müssen mindestens 10 dB unter den EU-Grenzwerten liegen. In der Praxis bedeutet das Geräuschpegel von etwa 35–45 dB(A) aus 1 Meter Entfernung. Zum Vergleich: Ein normales Gespräch liegt bei 50–60 dB.
Bei richtiger Aufstellung (mit ausreichendem Abstand und schalltechnisch optimiert) stört das Gerät Nachbarinnen und Nachbarn normalerweise nicht.
SG-Ready (Smart Grid Ready) ist eine Zertifizierung, die sicherstellt, dass die Wärmepumpe mit intelligenten Stromnetzen kommunizieren kann. Die Anlage empfängt Signale vom Versorgungsnetz und passt ihren Betrieb entsprechend an, zum Beispiel läuft sie bei Stromüberschuss stärker.
Alle von uns installierten Wärmepumpen erfüllen dieses Kriterium. Das ist auch Voraussetzung für die BEG-Förderung.
PV-Anlage und Eigennutzung
Der Solarertrag ist im Winter tatsächlich geringer (November bis Februar ca. 10–15 % des Jahresertrags). Dennoch ist die Kombination sinnvoll, denn:
• Die PV-Anlage deckt im Frühjahr und Herbst bereits einen großen Teil des Wärmebedarfs
• Im Sommer kann Warmwasser komplett autark erzeugt werden
• Der restliche Strombedarf im Winter wird günstiger bezogen als mit Öl oder Gas
• Bei neuen Wärmepumpen mit PV-Signal-Steuerung wird der Eigenverbrauch optimiert
Wir berechnen Ihnen vorab, welcher Mix aus PV-Leistung, Speicher und Netzbezug für Ihr Haus wirtschaftlich sinnvoll ist.
Nicht zwingend. Aber mit einem Speicher erhöhen Sie Ihren Autarkiegrad deutlich. Ideal ist folgende Konstellation:
• Die PV-Anlage erzeugt tagsüber Strom
• Der Speicher puffert Überschüsse für Abend und Nacht
• Die Wärmepumpe lädt sich priorisiert mit diesem Strom
Ohne Speicher kaufen Sie nachts Strom zum normalen Tarif, mit Speicher nutzen Sie Ihren eigenen Strom weiter. Wir empfehlen einen Speicher ab etwa 6 kWp PV-Leistung.
Ja, das ist ein Vorteil unseres Gesamtkonzepts. Die Ladestation wird direkt ins Heizsystem integriert. Das bedeutet:
• Ladestrom wird priorisiert aus PV-Überschuss bezogen
• Bei Bedarf kann die Wärmepumpe zurückgestuft werden, damit das Auto schnell lädt
• Alles wird über eine zentrale Steuerung geregelt
Sie haben also ein System für Wärme UND Mobilität aus einer Hand.*
*Gilt aktuell nur für das Viessmann HEMS. Updates, mit denen sich auch fremde PV-Anlagen in das Viessmann HEMS einbinden lassen, sind bereits auf dem Weg.
Projekt und Ablauf
Das hängt vom Umfang ab:
• Komplettaustausch Heizung: 4–6 Werktage
• Wärmepumpe + PV-Integration: 10–14 Werktage
• Großprojekt (Mehrfamilienhaus): 3–6 Wochen
Wir koordinieren alle Gewerke, sodass Sie nicht zwischen verschiedenen Firmen vermitteln müssen. Termine stimmen wir täglich mit Ihnen ab.
Sie nicht. Wir sind Ihr einziger Ansprechpartner und koordinieren alle benötigten Gewerke (Elektriker, Sanitär, Dachdecker bei PV). Das verhindert Missverständnisse, Verzögerungen und die klassische „Schuldzuweisung“, wenn etwas nicht passt.
Ja. Wir bieten:
• 2 Jahre Gewährleistung auf alle Installationsarbeiten (gesetzlich vorgeschrieben)
• Herstellergarantien auf Geräte (meist 5 Jahre, abhängig vom Modell)
• Optionale Wartungsverträge mit regelmäßigen Kontrollen und Priorität bei Störungen
Alles schriftlich fixiert, keine mündlichen Zusagen.
Wir sind erreichbar. Bei Störungen melden Sie sich direkt bei uns, nicht beim Gerätehersteller. Je nach Vertrag haben Sie Notdienst-Optionen, auch außerhalb der Geschäftszeiten. In den ersten Monaten nach der Installation prüfen wir zusätzlich proaktiv, ob alles optimal läuft.
Entscheidungshilfe
Pauschal lässt sich das nicht entscheiden. Wir führen eine kostenlose Vor-Ort-Prüfung durch mit:
1. Messung der aktuellen Vorlauftemperaturen. Wenn Sie mit 50 °C durch den Winter kommen, sind das ideale Bedingungen für eine Wärmepumpe
2. Prüfung der Heizkörper-Reserven
3. Analyse der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster)
4. Heizlastberechnung nach Norm
5. Wirtschaftlichkeitsvergleich mit alternativen Systemen
Ergebnis: Eine klare Empfehlung, ob eine Wärmepumpe sinnvoll ist oder welche andere Lösung besser passt.
Moderne Systeme sind flexibel. Viele Komponenten lassen sich nachrüsten (PV, Speicher, Ladestation). Wichtig ist, dass das Grundgerüst von Anfang an offen für Erweiterungen ist. Bei allen Planungen denken wir daher in Szenarien, nicht nur im jetzigen Zustand.
Ja, das ist sogar oft ratsam. Ein Beispiel:
• Phase 1: Heizungsaustausch und grundlegende Elektrik vorbereiten
• Phase 2: PV-Anlage 6 Monate später
• Phase 3: Speicher und Ladestation im nächsten Jahr
So verteilen Sie Investitionen und vermeiden Überforderung. Wir planen die Gesamtarchitektur von Anfang an, unabhängig davon, wann welche Phase umgesetzt wird.
Ihre Frage ist nicht dabei?
lassen Sie sich unverbindlich beraten.
